Hochzeitsfeier zwischen den Strafršumen


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13.07.2007
Hochzeitsfeier zwischen
den Strafršumen


von horst kruse
FUßBALL Förderverein „Ein Stadion für Emden-Ostfriesland“ möchte eine Mehrzweckarena
In der geplanten Wettkampfstätte soll nicht nur Regionalligist Kickers Emden sportliche Erfolge feiern. Seit gestern ist die Internetseite „www.stadionbauer.de“ online.
emden - In der Politik zieht eine neue Regierung üblicherweise nach 100 Tagen eine erste Bilanz. Der neugegründete Förderverein „Ein Stadion für Emden-Ostfriesland“, dessen Ziel der Bau einer wettbewerbsfähigen Arena für Fußball-Regionalligist Kickers Emden ist, ließ sich nur einen Monat Zeit damit. „Wir sind besser, wir sind schneller und so begeistert von unserer Idee und der Resonanz, auf der wir stoßen, dass wir schon nach 30 Tagen ein erstes Fazit ziehen“, sagte Förderverein-Vorsitzender Klaus van Ahrens gestern während einer Pressekonferenz.

Der am 8. Juni nach einer Idee des Wirtschaftsbeirats von Kickers Emden gegründete Verein hat inzwischen 54.Mitglieder. Der Beitrag beträgt 100 Euro pro Jahr.

„Die Verwaltung steht und es gibt eine Reihe von Firmen aus ganz Ostfriesland, die uns unterstützen oder die Bereitschaft dazu signalisiert haben“, sagte van Ahrens, Geschäftsführer des Emder.Windenergie-Dienstleisters IFE.

„Wir wollen ein Stadion, aber eines mit zwei Standbeinen“, sagte der stellvertretende Fördervereins-Vorsitzende Dr. Jan Amelsbarg. „Wir wünschen uns erfolgreichen Fußball. Aber wo steht geschrieben, dass in einem Stadion nicht auch Open-Air-Konzerte, Filmvorführungen, Ausstellungen, eine ostfriesische Autoschau, eine zentrale ostfriesische Abi-Zeugnis-Verleihung oder eine Veranstaltung des musikalischen Sommers stattfinden können? Wir denken an ein Mehrzweckstadion für ganz Ostfriesland.“ Das stellte Amelsbarg klar: „Sicher ist die Idee durch die Erfolge von Kickers Emden entstanden. Ich bin kein Fußballer, aber als Kickers im Frühjahr um den Aufstieg in die 2. Bundesliga spielte, haben bei der Übertragung in der Sportschau bis zu acht Millionen Menschen zugesehen. Das ist ein riesiges Potenzial für die Region. Aber was haben die gesehen? Ein marodes Stadion. Dabei hat Ostfriesland viel zu bieten. Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass ein Mehrzweckstadion ein Imageträger für ganz Ostfriesland ist.“

Mit vielen Aktionen will der Förderverein für das Projekt werben. Positive Signale aus Politik und Wirtschaft hat es bereits gegeben. Seit gestern können sich nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatpersonen finanziell an der Aktion beteiligen. Und das schon mit kleinen Beträgen. Ab zwei Euro gibt es zum Beispiel Stadionbauer-Aufkleber. Etwas teurer sind virtuelle Werbeflächen. Im Internet auf der Homepage des Vereins (www.stadionbauer.de) können ab fünf Euro Pixel erworben werden. Insgesamt mehr als 7000. Auf dem Emder Stadtfest an diesem Wochenende steht der Förderverein auch mit einem Stadion-Modell, montiert auf einem PKW-Anhänger. Dort können sich Fans oder Sponsoren bei der Aktion „Quadratmeter für Quadratmeter“ ihren ganz persönlichen Platz in der Modell-Arena kaufen.

„Uns ist klar, dass wir nicht die Millionen Euro, die eine Arena kostet, beschaffen können“, sagte Vorstandsmitglied Martin Kakuschke, Geschäftsführer der Beekmann-Unternehmensgruppe aus Großefehn. „Es muss irgendwann eine Stadion-Betreibergesellschaft gegründet werden. Aber wir sind die Plattform für das Projekt. Wir können eine Begeisterungswelle auslösen, die ganz Ostfriesland erfasst.“

Wann soll das neue Stadion fertig sein? Dr. Jan Amelsbarg hat da eine Vision: „Wir legen uns da nicht fest. Aber es wäre doch schön, wenn schon bald der Ball dort rollt. Wer weiß: Vielleicht gibt es ja am 9.9.2009 eine Trauung der ganz besonderen Art in der neuen ostfriesischen Multifunktionsarena.“
Ostfriesen-Zeitung Onlineausgabe v. 13.07.2007


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