„Der erste große Schritt ist getan“


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05.10.2007
„Der erste große Schritt ist getan“

von uwe prins

FUßBALL Stadtbaurat Andreas Docter begrüßt Entscheidung für Standort Sielweg

Rat und Verwaltung der Stadt stehen hinter den Plänen des BSV Kickers. Spätestens zum Start der Saison 2009/2010 soll das neue Stadion fertig sein.

emden - Das marode Embdena-Stadion am Sielweg in Emden soll spätestens zu Beginn der Saison 2009/2010 der Vergangenheit angehören: Vertreter des Fußball-Regionalligisten BSV Kickers und der Stadt Emden präsentierten gestern imposante Pläne für die Ostfriesland-Arena. Klubpräsident Engelbert Schmidt bezifferte die Gesamtkosten auf etwa 20 Millionen Euro, Stadtbaurat Andreas Docter begrüßte die Entscheidung des Vereins, am jetzigen Standort zu bleiben. „Der erste große Schritt ist damit getan.“

Der Umzug des Vereins in den Sportpark Barenburg ist nun vom Tisch : dort werden lediglich die Jugendmannschaften des BSV spielen und trainieren. Am Sielweg hingegen soll eine hochmoderne Spielstätte entstehen, die sowohl die Auflagen für die Zweite Bundesliga als auch für die künftig eingleisige Dritte Liga erfüllt (siehe nebenstehenden Infokasten).

Erster Stadtrat Martin Lutz betonte, dass es sich bei der Ostfriesland-Arena um eine „gemeinsame Vision von Rat und Verwaltung der Stadt sowie von Kickers“ handele. Derzeit unterstützt die Kommune den BSV mit „Man-Power“, wie Andreas Docter das gestern ausdrückte. Baurechtliche Fragen sollen in absehbarer Zeit komplett geklärt sein.

Die ersten Pläne des Ingenieurbüros Thalen aus Friedeburg sind sehenswert. „Mit diesen Bildern können wir in die Wirtschaft gehen“, meinte Klaus von Ahrens, Vorsitzender des Fördervereins „Stadion für Emden und Ostfriesland“. Er versicherte am Rande der Pressekonferenz, dass es in den vergangenen Wochen „viele Signale hiesiger Unternehmen gegeben hat, die ich als positiv interpretiere“.

Engelbert Schmidt lauschte interessiert, denn das einzige Fragezeichen in der ehrgeizigen Planung ist die Finanzierung. Während die Ingenieure aus Friedeburg bereits ab der nächsten Woche Probebohrungen auf dem jetzigen Stadiongelände vornehmen lassen : so genannte Baugrund-Untersuchungen, muss das BSV-Präsidium nun die Finanzierung geregelt bekommen. Ein Großteil soll über Privatinvestoren abgedeckt werden : zudem hofft Schmidt auf Unterstützung Niedersachsens. „Ohne Landesbürgschaft wird das nicht gehen“, sagt er mit Blick auf Äußerungen von Ministerpräsident Christian Wulff, der kürzlich bei einem Besuch in Emden eine solche Bürgschaft in Aussicht gestellt hatte.

„Außerdem macht es uns nichts aus, auch nach Brüssel zu marschieren“, so Schmidt. Es müsse geprüft werden, inwieweit ein Stadionbau von der EU gefördert werden könne. „Wir leben hier schließlich in einer strukturschwachen Region.“

Andersson und Schmidt betonten gestern, dass der Auftrag nicht an ein Großkonsortium vergeben werden soll. „Uns schwebt vor, dass Ostfriesen das Stadion für Ostfriesland bauen.“

Im ersten Abschnitt soll nach dem letzten Saison-Heimspiel (gegen Borussia Dortmund II am 17. Mai) die Haupttribüne abgerissen werden, eventuell parallel auch die Westtribüne. Zum ersten Heimspiel der neuen Serie, so Andreas Docter, solle diese Phase abgeschlossen sein. „Kickers hat also immer ein spielfähiges Stadion“, sagte der Stadtbaurat.
Ostfriesen-Zeitung Onlineausgabe v. 05.10.2007


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